Ooooooommm.

München, Samstag 22.6.2019, Lange Nacht des Yoga.
Und nicht nur in München, sondern auch in vielen anderen deutschen Städten. Und das bereits im 5ten Jahr.
Mit dem Erwerb des Einlassbändchens wird soziales Yoga in München unterstützt.  Yoga für alle e.V. ermöglicht seit 2017 Yoga bei Essstörungen in Kooperation mit Therapienetz e.V. und seit 2018 Yoga bei Trauer gemeinsam mit der Nicolaidis Young Wings Stiftung.  Neben diesem guten Zweck ermöglicht es dem Nutzer für wirklich wenig Geld, nämlich 20€,  zwischen 17 und 23 Uhr    in den 26 teilnehmenden Studios verschiedene Kursangebote zu nutzen und diese so auch einmal kennen zu lernen.

Ich habe es in diesem Jahr gewagt und war dabei.
Um nicht am Ende doch die samstagsabendliche Faulheit  siegen zu lassen, habe ich das Bändchen bereits im Vorverkauf erworben und bin, zugegeben ein  bisschen aufgeregt, voller Spannung aufgebrochen.  Zuvor alles bereits bestens geplant, um nicht dann vor einem Studio zu stehen und ad hoc nach Alternativen suchen zu müssen, weil es bereits voll ist od. Ä.
Tatsächlich erwies sich die Planung als gar nicht so leicht, weil sich natürlich vieles überschneidet, einiges auch nicht so interessiert oder die Wege von A nach B zuviel Zeit in Anspruch nehmen. Als normalerweise Nichtstudio-Yogi bin ich auf Nr.sicher gegangen und bin bei den Angeboten geblieben, die meinen üblichen Yogastilen entsprechen – Vinyasa und Yin. Und nebenbei: zu knackig wollte ich es bei 3 bzw 4 Kursen an nur einem Abend auch nicht haben.

Um es vorweg zu nehmen: es hat sich gelohnt  Bedenken im Vorfeld waren unbegründet, die Studios und Lehrer gefielen mir,  es war nicht zu voll und die Einheiten wirklich gut. Dass ich den geplanten 4ten Kurs ausfallen liess, lag einfach daran, dass es mich unterwegs so nass geregnet hatte, dass ich lieber heim gefahren bin.

Angefangen habe ich im „Studio 148“ in der Theresienstrasse mit einem 45minütigen Vinyasa-Flow bei Cemon. Ein extrem herzliches willkommen an der Türe und an diesem Abend das einzige der Studios, in denen ich war, das die Ankündigung des Programmheftchen, es gäbe Raum für Begegnung und Tee,  auch umgesetzt hat. Schöner heller moderner Raum ohne viel Tamtam und zuviel Esoterik, fast nordisch. Klare Linien und trotzdem nicht ungemütlich, sehr schön. Der Flow selbst startete mit einer wunderbaren Meeresassoziation, was mir  natürlich Heimatgefühle weckte, war hauptsächlich auf Kriegervariationen fokussiert und etwa mittleres Niveau vom Schwierigkeitsgrad. Gefiel mir sehr und ich denke, das werde ich dort in Zukunft wiederholen.
Von da aus ging es in Richtung Sendlinger Tor in „amienas werkstatt“ im Hintergebäude der Müllerstr.33. Auch ein schönes Studio,  größer als das erste, aber es fehlte mir hier etwas die Leichtigkeit, auch wenn damit in der Beschreibung geworben wird. Der Empfang eher distanziert, was ich für dieses Thema  etwas schade fand. Der Kurs selbst, Slow & Gentle mit Dani,  war hingegen super. Sehr schön ausgewogen und stimmig und Dani hat eine sehr angenehme Art zu unterrichten.
Von da aus mit dem einsetzenden Regen zu „Frl. Yogini“ in der Baldestrasse (und das war der taktische Fehler, denn hätte ich hier auf Plan B umgeschwenkt, wäre ich wesentlich näher an Station 4 gewesen und hätte das auch noch mitgenommen – aber gut, das kann man nicht wissen). Hier stand Yin Yoga auf dem Programm.  Und hier, ich muss es leider sagen, vermisste ich die Herzlichkeit beim Empfang noch etwas mehr als zuvor. Es kam, wie ich vermutete: 30min sind für Yin einfach zu wenig. Focussiert wurden  Rücken und Brustbereich, was eigentlich gut ist, aber ich habe meine Lieblingshüftöffner vermisst, die für mich bei diesem Stil einfach dazu gehören (persönliche Präferenz halt). Da hatte ich einfach etwas Pech.
Vielleicht hätte es Ronis Yogastudio an diesem Abend abgerundet,  aber da hiess es dann vernünftig sein, zumal der Heimweg ja auch noch etwa eine Stunde dauerte und es wie aus Kübeln schüttete.

Ein schöner Abend und ich bin sehr froh, dass ich mich dafür entschieden habe.

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